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Eine lange Geschichte ...

Heute lebe ich mit meinen drei Ridgebacks in einem kleinen Fachwerkhaus in Völkersbach, in idyllischer Umgebung im Nordschwarzwald bei Karlsruhe. Bis dahin war es ein weiter Weg, davon gibt es hier zu lesen ...

"Mama, ich will einen Hund" 

... diese Worte kamen mir bereits im zarten Alter von 3 Jahren über die Lippen, Tiere-Tiere-Tiere und besonders Hunde hatten es mir schon immer angetan, kaum ein selbstgemaltes Bild auf dem nicht irgendein Tier zu sehen war, Heinz Sielmann und sogar Dr.Grzimek hätte ich vom Fleck weg geheiratet und kein Weihnachten oder Geburtstag an dem die Frage "was wünscht du dir denn?" nicht mit den Worten "Einen Hund" beantwortet wurde.

Nun ja ... ich bekam Tiere ... Katze, Wellensittich, Hamster, Mäuse, Ratten, Kaninchen, Meerschweinchen ... und auch Omas Hühner wurden "gezähmt" und bespielt (ich hoffe noch heute, dass keines der Hühner ernsthafte Schäden davontrug ...) und sogar ein Islandpferd nannte ich irgendwann mein Eigen (Daaaaanke liebe Eltern!) nur einen Hund, den wünschte ich mir immer vergeblich. Zu Anfang war ich bei der Rasse noch nicht so festgelegt, hatte wechselnde Favoriten die ich mir aus Tierzeitschriften und Hundebüchern heraussuchte - sogar den Chihuahua zog in in Erwägung da ich dachte ... der ist so klein, da sagen meine Eltern bestimmt nicht "Nein". Haben sie aber doch gesagt ... ;-) Wenigstens fand ich einen "Gassi" Hund und durfte im Grundschulater mehrmals die Wochen kleinen quirligen Pudelmischling "Nicki" abholen und mit ihm die erste Hundeerfahrung sammeln.

Mit steigendem Alter wurde ich dann vernünftiger, einem Hund mit Schule und später in Ausbildung und Beruf gerecht zu werden ist nun eben doch nicht immer einfach. Aber, dass irgendwann ein Hund zu mir kommmen würde - das stand immer fest. Wie das Amen in der Kirche ...

Über die Rasse Rhodesian Ridgeback stolperte ich dann eher zufällig. Ich muss ca. 16 gewesen sein (also fast ein halbes Leben her) als ich in der Stadt einen wunderschönen rotbraunen Hund entdeckte. Da musste ich natürlich hin und fragte die Besitzer, was denn das für ein Mischling wäre (hatte ich ja noch nie gesehen). Etwas pikiert wurde mir geantwortet, das sei ein reinrassiger Rhodesian Ridgeback. Das merkte ich mir und wann immer ein Hundebuch in meine Hand fiel wurde nach der Rasse gesucht und alles sonst Erhältliche darüber gelesen. Mit verbreitung des Internet wurde über Jahre immer wieder nach "Ridgeback" gegoogelt und getäumt ... es war einfach klar: "Wenn ich mir irgendwann einen Hund anschaffe, dann muss es ein Ridgeback sein". Bis zur Erfüllung dieses Traumes sollten allerdings noch einige Jahre vergehen, der Beruf machte Hundehaltung nicht möglich, dann folgte ein Auslandsjahr, eine Fortbildung mit Berufswechsel ... ect ... es passte eben nie ... So blieb ich hundelos, hatte aber durch die vielen Hunde im Bekanntenkreis ständig Hundekontakt und es wurde auch gern genutzt, wenn ich mich als Dogsitter für einen Tag, ein Wochenende oder auch mal einen ganzen Urlaub anbot. Querbeet waren etliche Rassen & Mischlinge vertreten und doch blieb der Rhodesian Ridgeback immer fest als "Mein Hund" an oberster Stelle in meinem Gedächtnis. Ohne Alternative.

Mit Mitte 20 als ich wieder einmal vor mich hinträumte wie es wohl wäre ... fragte ich mich, wie das die vielen anderen Hundebesitzer machen. Es konnte doch nicht wahr sein, dass so viele Leute das irgendwie organisiert bekommen nur ich nicht ... wo es doch mein absoluter Herzenswunsch war ... nach vielen Überlegungen und Gesprächen mit anderen Hundebesitzern stand für mich fest: Was man wirklich von ganzem Herzen möchte kann man auch erreichen. Man muss eben alles durchorganisieren - dann klappte es auch mit Hund und Job. Und als ich Licht am Horizont sah wusste ich: Die Zeit ist da, ein Hund soll einziehen!

Züchtersuche. Die Seiten im Internet kannte ich ja bereits alle in- und auswendig, daher wusste ich bereits, dass es große Unterschiede unter den Hunden gab und hatte auch schon meine Favoriten, die Hunde von dem Typ züchten, die mir am besten gefielen. Ein Kontak zum Ntchwaidumela Kennel war somit quasi vorprogrammiert und da die Wurfplanung 2004 ideal zu meinen zeitlichen Möglichkeiten passte, griff ich zum Telefon.

Nach einigen Telefonaten einigte ich mit Uwe Hofstaedt vom Kennel Ntchwaidumela daruf, wenn der Wurf gefallen und die Welpen 4 Wochen als sind, vorbei zu kommen - das war damals immerhin eine Entfernung von fast 900km von Karlsruhe nach Mecklenburg-Vorpommern. Aber egal. Wozu gibt es Flugzeuge und Mietwagen ;-) Die Zeit schien endlos, dann aber war es soweit und ich saß endlich im Dezember 2004 in der Welpekiste. Was ich beiNtchwaidumela vorfand, waren nicht nur Hunde, die mir gut gefielen, sondern auch ein Züchter mit viel Herz für seine Tiere nahezu alles gibt und der mit sehr viel Einsatz und Sachverstand eine tolle Haltung seiner Hunde und auch Welpenaufzucht realisiert. Den Welpen stand ein eigenes Zimmer mit vielen Spielsachen zur Verfügung und täglich gab es mehrmals (es war kalt im Dezember ...) beaufsichtige Ausflüge in das abenteuerliche und großzügige Aussengelände. Dazu natürliche viele Aktionen seitens des Züchters, die die Welpen auf die verschiedensten Umwelteindrücke vorbereiten sollten und als Krönung des Ganzen auch noch gesunde "B.A.R.F" Ernährung mit frischen Zutaten und weitere vierbeinige Rudelmitglieder, die den Welpen viel soziale Kompetenz in Sachen "Verhalten in der Großfamilie" mit auf den Weg gaben. Ich durfte an diesem Wochenende bei der Raubtierfütterung der Welpen assistieren und auf ausgedehnten Spaziergängen die "Großen" Familienmitglieder kennenlernen. Zwei Tage wurde ich herlich aufgenommen und alle noch so dummen Fargen wurden beantwortet, alles was ich wissen wollte bins in kleinste Detail erklärt - von der Auswahl des Deckrüden über die spezielle Pflege der Mutterhündin und dem Ablauf der Geburt bis hin zum Rudelverhalten und der Entwicklung sowie Ernährung der Welpen. Vor allen Dingen wurde mir ein sehr ehrliches Bild über die Rasse vermittelt und nichts schön geredet, sondern sehr realistisch aufgezeigt, was mich als neuen Ridgeback Besitzer eben so erwartet (erwarten kann). Eine Aufzucht und Betreuung, genau wie ich mir das vorgestellt hatte. Ein Züchter, zu dem ich schnell Vertrauen fasste und bis heute habe.

Verliebt habe ich mich dann in den kleinen Rüden "Ntwaidumela Cheduba Conito" der zwar keinen Ridge hatte - aber einfach ... irgendwie ... bezaubernd war. Ich hatte damals ja keinerlei Ambitionen was Ausstellungen oder so anging ... und wollte einen tollen Hund, einen Ridgeback und nichts weiter.

Und so holte ich im Januar 2005 den kleinen Chedi zu mir - und ich habe den wunderbarsten Hund bekommen, den man sich denken kann! Er könnte nicht typischer Ridgeback sein, und es war nichts so, wie ich ees mir all die Jahre erträumt hatte - sondern noch viel besser! Natürlich war nicht immer alles rosarote Brille und easy, auch wir hatten die eine oder andere Diskussion in der "Rüpelphase" und auch ich habe den ein oder anderen Fehler bei der Erziehung begangen - Chedi hat es mir aber trotzdem immer sehr einfach gemacht und dank der guten Züchtertipps zu allen Problemen & Fragen hat er sich zu einem tollen und verlässlichen Hund entwickelt. Ich bin fest davon überzeugt, ich hätte keinen besseren "1.Hund" haben können!

"Wenn ich einen Rhodesian Ridgeback habe, bin ich am Ziel meiner Träume" so meine Überzeugung als ich Chedi abholte - das sollte sich aber als ein großer Irrtum herausstellen. Durch den kleinen Mann wurde ich endgültig vom Ridgebackvirus infiziert. Ich wollte mehr. Mehr wissen, mehr Ridgeback und noch mehr Ridgeback! Und ganz heimlich, still und leise begann sehr schnell nach Chedis Einzug ein neuer Wunsch zu reifen, nämlich getreu dem Motto:

"Was ist besser als ein Ridgeback? Zwei Ridgebacks!"

zu meinem Rüden irgendwann noch ein Ridgebackmädchen dazu zu holen. Dieser Wunsch erfüllte sich dann schneller als ich dachte - Chedis Mutter, die wundervolle Ch. Ntchwaidumela Audacia Minora (deren größter Fan ich bin) bekam im Mai 2007 ihren letzten Wurf und da ich mir natürlich nichts besseres vorstellen konnte, als eine Halbschwester meines Goldschatzes Chedi aufzunehmen, fiel die Entscheidung auf "Ntchwaidumela East Barbarella". Und wieder "Danke" an Uwe für die tolle Beratung und die Hilfe bei meiner Entschungsfindung - und natürlich dem großen Entgegenkommen was den Abholtermin angeht ... und für gaaaanz vieles mehr ... ;-)