home

Barf ... was heißt das eigentlich?

Ursprünglich stammt diese Abkürzung aus dem Englischen und bedeutet "Bones and raw food diet" - im Deutschen wird Barf heute mit "Biologisch artgerechtes rohes Futter" übersetzt.

Das bedeutet, dass der Hund mit Futter aus selbst zusammengestellten frischen Zutaten ernährt wird. Im Napf finden sich diverse Sorten Fleisch & Fisch, Knochen, Gemüse, Millchprodukte, Kartoffeln (gekocht), Getreide, Eier, Nüsse, Honig, hochwertige Öle ... und vieles mehr.

Bis auf Schweinefleisch sind nahezu alle Fleischorten geeignet - meine Hunde erhalten vowiegend Rind, Geflügel & Wildfleisch sowie Seefisch. Gemüse, Obst und Kräuter werden stets zu einem Brei püriert - Getreide steht in Form von Reis, Hirse und Nudeln auf dem Speiseplan - jedoch in weit geringeren Mengen als es in handelsüblichem Fertigfutter vorhanden ist.

Ich möchte hier keine Romane über Mengen, Zutaten oder Zubereitung schreiben - zu diesem Thema gibt es gute Bücher und Websiten - in meiner Linkliste auch Bezugsquellen für Fleisch von guter Qualität.

Vielmehr möchte ich hier ein paar Denkanstöße geben ... und erklären, warum ich mich für das Barfen entschieden habe:

Futter für Heimtiere ist ein Millionen - wenn nicht sogar Milliardengeschäft und die Werbe- und Marketingabteilungen haben in den letzten Jahrzehnten einen guten Job gemacht ... wenn es darum geht den Hunde-/Katzenbesitzern einzureden, man wäre gar nicht in der Lage sein Tier auf eigene Faust mit frischen Zutaten zu ernähren.

Warum nicht ???

Kaum jemand wird nicht nicken, wenn man für den Menschen eine Ernährung empfiehlt, die möglichst abwechslungsreich aus möglichst viel naturbelassenen Zutaten bestehen sollte und auf künstliche Aromen, Geschmacksverstärker und denaturierte Zutaten verzichten. Auch ist die Bedeutung der sekundären Pflanzenstoffe längst bekannt und anerkannt.

Für unsere Hunde sollen aber Kroketten aus Getreide und hocherhitztem Tiermehl das einzig Wahre sein?

Warum nicht selbst die Verantwortung übernehmen für das was ind den Napf kommt?

Ja ... demgegenüber steht wieder die Behauptung der Futterindustrie ... man könne die Tieren nicht ausgewogen ernähren und würde schnell Mangelerscheinungen und futterbedingte Krankeiten in Kauf nehmen ...

"Ein Brocken Fleisch" in den Napf - damit ist es wirklich nicht getan ... und damit riskiert man auf Dauer vielleicht wirklich gesundheitliche Risiken. Nicht aber, wenn man die Ernährung abwechslungsreich & bunt gestaltet und ein paar einfache Regeln beachtet, insbesondere was den Knochenateil bei der Ernährung eines jungen, im Wachstum stehenden Hundes betrifft.

Warum häufen sich heutzutage Futtermittelallergien, Diabetes und weiter Stoffwechselerkrankungen ... wenn wir doch sooo tolles von Experten entwickeltes Futter zur Verfügung haben?

Viele Gedanken zum Thema Futter schwirren im Kopf herum ... meine Hunde werden seit nunmehr 5 Jahren mit Frischfutter ernährt - und ich ziehe folgende Bilanz:

- ich werde immer auf die tolle Fellqualität angesprochen

- die Hunde riechen auch bei Nässe extrem weniger nach "Hund" als ihre trockenfutterernährten Kollegen

- sie setzen ebenfalls geringere Kotmengen ab

- sie verfügen über ein gutes Immunsystem und haben selten mit Infekten zu kämpfen

- sie sind äusserst unempfindlich was Futter angeht und reagieren so gut wie nie mit Durchfällen

- sie haben exzellente Zähne mit wenig Belag & Zahnstein (stets großes Lob vom TA)

- ich kann sehr individuell die Inhaltsstoffe bestimmen und beispielsweise den Rüden mit einer größeren Gemüseportion abspecken - während die junge Hündin mit höherem Fettgehalt in Showkondition gehalten wird.

- ich finde in jedem Haushalt geeignete Zutaten um meinen Hunden eine Mahlzeit zu zaubern ... Nudeln mit Bananenjoghurt sind auch lecker

- selbst der rohfutterkritische Tierarzt muss neidvoll gestehen ... dass die Hunde immer in Topkondition sind

Aufräumen möchte ich mit dem Märchen ...

... ein Hund der rohes Fleisch frißt wird aggressiv/ der Jagdtrieb nimmt zu - Blödsinn

... der Hund bekommt Würmer & Salmonellen - Blödsinn

... Knochen sind lebensgefährlich - insbesondere Hühnerknochen (Hühnerknochen werden ausgesprochen gut vertragen - aber ausschließlich im rohen, ungegarten Zustand - dann splittern sie auch nicht)

... Barfen ist unheimlich teuer - NEIN ... es kostet nicht mehr als ein hochwertiges Trockenfutter

... und viele weitere Märchen mehr ...

Für mich steht fest: Es kommt nix anderes mehr in den Napf, weil es keine bessere Art gibt, meine Hunde zu ernähren - sie danken es mir jeden Tag mit gesundem Appetit und hervorragendem Zustand!

Interessierte sollten sich folgende Bücher besorgen:

B.A.R.F - Artgerechte Rohfütterung für Hunde

Natural Dog Food: Rohfütterung für Hunde

Hier findet man eine ausführliche Datenbank bezüglich Giftpflanzen und ungeeignete Lebensmittel:

www.giftpflanzen.ch